Du bist nicht angemeldet.

Team-Speak-Server

CLAUSEWITZ FÜR UNTERWEGS

„Die Strategie bestimmt den Punkt, auf welchem, die Zeit, in welcher und die Streitkräfte, mit welchen gefochten werden soll; sie hat also durch diese dreifache Bestimmung einen sehr wesentlichen Einfluss auf den Ausgang des Gefechts.“

Dieser Satz Clausewitz' aus den 1830er Jahren hat die Entwicklung der Waffentechnik bis heute überlebt und zeigt sich auf Ebene unserer Simulation beispielsweise hervorragend in der Einsatzplanung eines Package:
In Planung und Koordination der Aufgaben der einzelnen Flights im Package liegt die Grundlage, ob es erfolgreich wirken kann, sein Einsatz abgebrochen werden muss oder ob es, im schlimmsten Fall, aufgerieben wird.

Dass es dabei nicht darum geht, möglichst ausgefeilte Schlachtpläne zu entwerfen und komplizierte Manöver auszuführen, ist später aufbauend auf Clausewitz' Grundaussage in zahlreichen Studien als „Ökonomieprinzip“ erkannt und dargelegt worden. Basierend unter anderem auf den Tücken der FRIKTION, die wir bereits kennengelernt haben, kommt beispielsweise Einstein zu seiner Feststellung „Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.“

Einfachheit beginnt für Clausewitz mit der Überlegenheit der Zahl und der Konzentration der Kräfte im Raum. „Die beste Strategie ist: immer recht stark zu sein, zuerst überhaupt und demnächst auf dem entscheidenden Punkt. [Es gibt] kein höheres und einfacheres Gesetz für die Strategie als das: seine Kräfte zusammenhalten.“

11

Freitag, 11. Januar 2019, 17:32

Daher erschließt sich mir die Situation immer noch nicht, warum Paladin den Kampf mit den MIG21 überhaupt aufgenommen hat und Stingray gefolgt ist. Dies war keinem von meinem Flight bewusst. Stingray und ich wollte eh mit den MIGs close gehen und die mit Heatern bekämpfen. Da macht sich ne 120er dazwischen immer schlecht.


Zu den allgemeinen Absprachen zwischen SEAD und TARCAP kann ich nichts sagen, die habe ich nicht getroffen. Hierzu möchte ich aber Stellung nehmen:
Grundsätzlich war ich nur hinter Stingray hergeflogen. Ich hatte zuvor und auch währenddessen MEHRFACH versucht, den TARCAP über UHF zu kontaktieren, da wir ein Backup hätten darstellen können bzw. war die Idee aus zwei 3-Ships ein 4- und ein 2-Ship zu machen bzw. sich abzustimmen. Jegliche Rufe meinerseits gingen aber ins Leere. Auch über VHF habe ich keinen Kontakt herstellen können.
Wie soll man Absichten erklären, wenn man niemanden erreicht? Mehr als rufen kann ich nicht....

Zur konkreten Situation:
Ich hatte die MiGs anfangs nicht auf dem Schirm. Hatte dann jedoch im RWR die Warnungen und habe geschossen, nachdem mich die MiG aufgeschaltet hat. Ich habe noch gesehen, dass Stingray nach rechts weggedreht ist, somit ging ich davon aus, dass die linke MiG nicht sein Ziel war oder schon beschossen. Einen Doppelbeschuss nahm ich auf diese Entfernung in Kauf. Dass es eine 120er war, war nicht perfekt, dessen war ich mit beim Abfeuern schon bewusst.
Aber insgesamt: Die Situation hätte vermieden werden können, wenn irgendwie zuvor Kommunikation zustande gekommen wäre.

Ein weiteres Debriefing des SEAD erfolgt durch den Lead Sneakpeek.

Viele Grüße
_____________________________________
Per aspera ad astra.


12

Montag, 14. Januar 2019, 20:58

Kurzes Fact Screening... ohne große Worte.

Unsere Einsatzarea



Das erste Engagement völlig OK. Dies hätte auch der SEAD nehmen können, war aber grad nach dem A2G Beschuss am Wegdrehen. Das passt. Auch schönes Follow Up



Der CAP, noch in der Sweep Phase sortiert sich für maximalen Überblick neu - als 2 lose Elemente.



Der Wegflug vom 1. Element war grenzwertig, aber innerhalb der Parameter. In blau ca. die CAP AREA Grenze, 40NM dahinter muss noch aktiv (offensive Mission!) angegangen werden. Aus dem Pit finde ich legitim - im Nachhinein hätte man uU noch warten können. Aber das ist halt im Nachhinein.



Dann Engagement 2. Element direkt in der AREA auf Su-27



Da gehen die in den Weltraummodus, wo die F16 nicht mithalten kann




Pech von Badcrow das Manöver nicht 100% exakt geflogen zu sein. Die Fehler waren aber minimal, BC! Außer dass du nachdem du das "M" kassiert hast, nicht ins Pumping mit Full Gate gegangen bist. Das ganze Manöver muss in Full Gate geflogen werden.

Eine SU überlebt getroffen und kehrt um...Derweil beim 1. Element. Die Mig21 werden korrekt attackiert. Es gibt null Anzeichen, dass die Su27 aus dem Norden angelockt werden. Die kehren vielmehr erst um, als die Mig bereits Geschichte waren UND die eigenen umgekehrt sind...sie schwenken erst viel später ein, als die eigenen Kräfte bereits wieder in der Nähe der CAP waren und Mig21 am Schirm hatten...




Diese werden dann durch gute Kommunikation im Flight durch mich im Single- Element "betreut" und an das 1. Element übergeben. Das hat gepasst.
Auch die Range des Engagements passte. Achtung: Derweil und uns wohl bewusst fliegen Mig21 im N der Target Area herum. An dieser Stelle keine Clearance war auch objektiv iO.



Beim Egress "schummelte" sich Paladin dazwischen. Wenn wir das nicht merken, kann man schon von Task Saturation sprechen... wir kommen unserem Auftrag nach, aber für viel mehr reicht es nicht. Das ist natürlich dann in weiterer Folge subideal. Allerdings von allen Beteiligten. Ohne Clearance da mit reingehen ist grenzwertig. Als SEAD eigenständig im Flight eine solche Situation lösen ohne Funk würde ja gehen. Aber als single Flight (wir hatten ja auch keine Anzeigen im HSD)... ?(



Dann hat Stingray ein Zäpfchen kassiert :devil: :devil: :devil: :cursing: so ein BS. Ohne Ahnung, dass die AA8 aka R60 tragen können. Anfängerfehler. Die R-60 ist stemmbar, der kann man recht leicht ausweichen. Wenn man nicht mit ihr rechnet, schaut es anders aus.


Das war es dann eh mit dem CAP Part. Zusammenfassend: Auch im Nachhinein ist zwar der Ausflug nach N uU grenzwertig, aber auch so noch als OK zu bewerten. Auch auf das direkte AREA Geschehen kann ich jetzt keine direkten "Was-wäre-wenn" Negativauswirkungen erkennen.


Insofern bleibt wirklich nur eine zeitliche Dislozierung der Erstkräfte vor Ort ratsam.


stingray

13

Dienstag, 15. Januar 2019, 06:15

:thumbup:

Gruß
Dro16
-------------------------------------------------------------------------------------------------- Geboren zu fliegen, aber gezwungen zur Arbeit!

14

Dienstag, 15. Januar 2019, 08:44

Debriefing Fury1

  1. Sneakpeek (2x AIM-120, 2x AIM-9, 2x AGM-88)
  2. Yankee(2x AIM-120, 2x AIM-9, 2x AGM-88)
  3. Paladin(2x AIM-120, 2x AIM-9, 2x AGM-65G)

Briefing
Wir haben festgestellt wo die Bedrohungen liegen und welche Schussparameter erforderlich sein würden. Die SA-10 haben wir weit im Norden lokalisiert und dies mit dem Escort abgestimmt. Ich habe uns in diesem Zuge nicht als Verstärkung angeboten und keine weiteren taktischen Abstimmungen vorgenommen (jedenfalls kann ich mich nach einer Woche nicht mehr daran erinnern).

Ramp & Taxi
Ohne Starterlaubnis abgehoben - wir waren so pünktlich, da habe ich das leider vergessen.

Ingress
Da wir gut in der Zeit waren, haben wir beim Anflug zunächst kurzzeitig unsere Fühler Richtung Norden ausgestreckt. Keine Spur von der SA-10 - die war ja auch ewig weit weg. Dann haben wir uns wieder Richtung SA-5 orientiert und Yankee hat jeweils einen Schuss auf beide Ziele abgegeben. Da viele Feindflieger in der Luft waren hat ab hier der Escort übernommen und wir sind zunächst wieder Richtung Wegpunkt 3 abgedreht.
Nachdem die Lage einigermaßen gesichert war und übersichtlicher wurde habe ich die SA-6 bekämpft und Paladin hat die Fregatten unter Beschuss genommen. Danach habe ich nochmals die SA-5 angegriffen. Wohl aus dem falschen Winkel - diese SA-5 stand zwischen Gebäuden und um den richtigen Angriffswinkel zu erreichen hätten wir uns mitten unter die Feindflieger mischen müssen.
Daher ging auch diese HARM fehl. Glücklicherweise hatte die SA-5 nach kurzer Zeit 8 Raketen verschossen und war bis zum Ende unserer Präsenz nicht mehr kampffähig. Auch gut - mit einer SA-5 muss es jeder von uns aufnehmen können.
Paladin wollte den Escort unterstützen - mehr dazu schon oben - hier hat die Kommunikation nicht gepasst - der Escort war nicht zu erreichen. Hier müssen wir einen Mittelweg finden. Natürlich muss nicht jede Anfrage beantwortet werden - schon gar nicht jede Anfrage von Flights, die gar nicht vorne beteiligt sind, sondern einfach nur aus ihrem Holding raus wollen (auch verständlich :) ).
Da wir aber vorne dabei waren hätten wir sicherlich gut unterstützen können.
Hier wäre die Absprache im Vorfeld zwischen Escort und SEAD gut gewesen. Das ad hoc aufzusetzen ist im Getümmel schwierig, wenn es aber vorher abgestimmt ist, vermutlich um Einiges einfacher.

Landung
Wie immer ein Sauwetter bei der Landung. Ein Phänomen das uns immer wieder ereilt und über das sich viele renommierte Meterologen bis heute noch streiten. Haben aber alle sehr gut gemeistert! Top!

Fazit
Innerhalb des Fluges lief alles sehr gut. Wir waren die meiste Zeit zusammen und es war klar wo alle sind und was alle im Flight so machen.
Das mit der Absprache zwischen Escort und SEAD im Vorfeld kriegen wir sicherlich noch besser hin, da dies ja ein Einsatz nach Schema F war und wir das ja auch schon oft hatten und auch schon oft besser gemacht haben.
Der Escort hatte die Lage aber insgesamt - soweit ich das beurteilen kann - gut im Griff und konnte alle Bedrohungen ausschalten.
Ich fand sehr gut, dass wir ein gutes Zeitpolster hatten um alle Bedrohungen zu adressieren - wenn es bei der SA-5 auch ein wenig knapp war.
Ein spannender Einsatz. Mir hat es Spaß gemacht.

Wie immer danke ich auch Ziri und Dro für die Arbeit die Drumherum anfiel.

Liebe Grüße,
Sneakpeek

Ähnliche Themen